<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>PATRICK SCHULTZ &#187; German</title>
	<atom:link href="http://www.patrick-schultz.com/category/german/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.patrick-schultz.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 28 Jun 2011 08:30:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Die Elite-Universität im Kopf</title>
		<link>http://www.patrick-schultz.com/die-elite-universitat-im-kopf</link>
		<comments>http://www.patrick-schultz.com/die-elite-universitat-im-kopf#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 01:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[German]]></category>
		<category><![CDATA[bildung]]></category>
		<category><![CDATA[education]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[meinung]]></category>
		<category><![CDATA[opinion]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[research]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.patrick-schultz.com/?p=160</guid>
		<description><![CDATA[Im Winter 2003/2004 war in Deutschland die Debatte für oder gegen die sogenannte Elite-Uni und für oder gegen Studiengebühren voll im Gange. Ich selbst hatte gerade mein erstes Semester als Doktorand an der Princeton Universität – ein gutes Beispiel für eine sogenannte amerikanische Elite-Uni – hinter mich gebracht. Vor diesem Hintergrund ging mir die, wie mir erschien, typisch deutsche Diskussion um Eliteförderung so richtig gegen den Strich. Um meinem Unmut Luft zu verschaffen, schrieb ich einen kurzen Artikel und schickte ihn zur Veröffentlichung an <a href="http://www.zeit.de">Die Zeit</a>. Leider wurde der Artikel abgelehnt, aber er ist nach wie vor äußerst relevant, und nun veröffentliche ich meine Gedanken eben hier.<p>Post from: <a href="http://www.patrick-schultz.com">PATRICK SCHULTZ</a><br/><br/><a href="http://www.patrick-schultz.com/die-elite-universitat-im-kopf">Die Elite-Universität im Kopf</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Winter 2003/2004 war in Deutschland die Debatte für oder gegen die sogenannte Elite-Uni und für oder gegen Studiengebühren voll im Gange. Ich selbst hatte gerade mein erstes Semester als Doktorand an der Princeton Universität – ein gutes Beispiel für eine sogenannte amerikanische Elite-Uni – hinter mich gebracht. Vor diesem Hintergrund ging mir die, wie mir erschien, typisch deutsche Diskussion um Eliteförderung so richtig gegen den Strich. Um meinem Unmut Luft zu verschaffen, schrieb ich einen kurzen Artikel und schickte ihn zur Veröffentlichung an <a href="http://www.zeit.de">Die Zeit</a>. Leider wurde der Artikel abgelehnt, aber er ist nach wie vor äußerst relevant, und nun veröffentliche ich meine Gedanken eben hier.<span id="more-160"></span></p>
<p><strong>Die Elite-Universität im Kopf, Januar 2004</strong></p>
<p><em>Es ist Prüfungstag. Zielstrebig steuern die Studenten auf einen freien Sitzplatz im Hörsaal zu. Manch einer überfliegt nochmals seine Notizen, andere sitzen scheinbar apathisch da und versuchen sich mental auf drei Stunden Strömungsmechanik einzustimmen. Endlich kommt der Professor. Nach ein paar aufmunternden Worten ist es soweit: die Prüfungsaufgaben werden verteilt; jetzt ist jeder auf sich allein gestellt. Nach Beantwortung einiger vereinzelter Verständnisfragen verlässt der Professor und damit die einzige Aufsicht mit einem kurzen Hinweis auf den Ehrenkodex der Universität den Raum. Gelassene Betriebsamkeit liegt in der Luft: Lineal und Taschenrechner werden gezückt, Lösungen verworfen, durchgestrichen, Blätter zerknüllt, manch einer rauft sich die Haare oder seufzt erleichtert, wenn ein Lösungsweg gefunden scheint. Abgeschrieben wird nicht. Nach drei langen Stunden ist alles vorbei. Der Professor ist zurück und nimmt die mehr oder weniger ordentlich beschriebenen Blätterstapel in Empfang. Er weiß, dass er sich auf die Ehrlichkeit seiner Studenten verlassen kann und für die Studenten ist es Ehrensache, das Vertrauen nicht zu verletzen.<br />
</em></p>
<p>Ein modernes Bildungsmärchen? Die Phantasterei eines Alt-68ers, der noch nicht erkannt hat, dass die Zeit der anti-autoritären Erziehung vorbei ist? Weder noch, sondern Alltag an sogenannten Elite-Universitäten in den USA.</p>
<p>Ein zukunftsfähiges Bildungssystem beginnt im Kopf der Professoren und Studenten und nicht durch symbolische Neugründungen und andere Auswüchse politischer Sonntagsreden. Dass wirkliche Innovation nur möglich ist, wenn das Arbeitsklima stimmt, predigen Unternehmensberater seit Jahrzehnten. An den deutschen Hochschulen ist diese Einsicht noch nicht angekommen. Es ließe sich Seite um Seite mit Beispielen füllen. An vielen deutschen Unis sorgt noch immer die Beantwortung von Emails durch betreuende Professoren einen ganzen Tag für Gesprächsstoff in der Fachschaft („das ist ja ganz was Neues“, „so etwas habe ich noch nie erlebt“); persönliche Termine müssen oft Wochen im Voraus über das Sekretariat angemeldet werden und werden nicht selten missmutig zwischen Tür und Angel abgehandelt. Doch auch die Studenten müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie nicht selbst zu diesem Teufelskreis der Gleichgültigkeit beitragen. Papierflieger, lautstarke Unterhaltungen, offen zur Schau gestelltes Desinteresse werden bei den wenigsten Professoren die so oft eingeforderte Lust am Lehren wecken. Die Frage nach dem Huhn oder dem Ei hilft keinem weiter. Beide Seiten müssen umdenken.</p>
<p>Auf der anderen Seite des Atlantiks stoßen derartige Geschichten über das Verhältnis zwischen Studierenden und Professoren auf verständnisloses Kopfschütteln. Insbesondere in der Graduate School, das heißt nach dem Bachelor Abschluss, gelten Studenten ihren Betreuern als Kollegen und nicht als Untergebene. Nicht selten laden Professoren ihre Studenten zu privaten Grillparties, Wanderausflügen oder gar zum Thanksgiving Dinner ein: hervorragende Möglichkeiten sich außerhalb der akademischen Welt auf einer persönlichen Ebene kennenzulernen. Kein Wunder, dass zurück an der Uni die Zusammenarbeit oft so gut klappt. Auch die fehlenden Hierarchien tragen zu dem entspannteren Arbeitsklima an amerikanischen Spitzenunis bei. Es gibt keine Vorzimmer, keine meterlangen Titelbezeichnungen, keine Berührungsängste. Selbst der Nobelpreisträger im Büro ums Eck lässt die Türe einladend offen stehen und regelt Anliegen von Studenten selbst und angemessen zügig. Man grüßt sich auf den Fluren und hat selbst als neuer Student gleich das Gefühl zu der großen Familie der Forscher zu gehören. Ernstgenommen zu werden und eingebunden zu sein ist die effektivste Motivation: Spitzenleistungen von Studenten sind möglich und an der Tagesordnung, weil Spitzenleistungen erwartet werden, und Erwartungen werden ungern enttäuscht.</p>
<p>Die Elite-Universität beginnt im Kopf der deutschen Gesellschaft. Noch immer ruft der Begriff „Elite“ bei vielen Menschen einen unverständlichen Abwehrreflex hervor. Typische Einwände lauten, Eliteförderung bedeute das Ende der Chancengleichheit, die breite Masse bleibe zurück, wenige profitierten, den meisten ginge es dadurch schlechter. Dies ist ein gefährlicher Trugschluss und einer der Hauptgründe, warum das deutsche Hochschul- und Forschungssystem schwächelt. Wir müssen keine Angst davor haben, dass die Förderung von Spitzenforschung und Spitzenforschern durch Strukturveränderungen im Hochschulbereich zu mehr Ungerechtigkeit führt. Vielmehr profitieren alle von einem Ende des „brain drains“, der Abwanderung von Forschern in die USA. Forschung und Technologie auf Weltniveau schaffen Innovation, Wettbewerbsvorteile und Arbeitsplätze. Und auch ein Student im Grundstudium ohne jegliche Ambitionen auf Promotion und akademische Laufbahn hat etwas davon, von den Besten der Besten unterrichtet zu werden, und sei es nur ein kleiner Motivationsschub.</p>
<p>Eine neue Ära in der Hochschul- und Forschungslandschaft beginnt im Kopf der verantwortlichen Politiker. Die Einrichtung einer deutschen Elite-Universität nach amerikanischem Vorbild rettet das Bildungssystem so wenig, wie die Streichung der Pendlerpauschale alleine das Einkommenssteuerrecht retten würde. Auch die Einführung von Studiengebühren ist nicht das Wundermittel zur Lösung aller Problem, sie ist auf lange Sicht jedoch ein unverzichtbarer Schritt. Dass an den Spitzenunis in der Regel alle Graduate Studenten finanziell hervorragend durch Stipendien abgesichert sind und keinen Pfennig Studiengebühren bezahlen müssen, wird in der Debatte häufig übersehen. Studiengebühren sind nur für die „undergraduates“, die Bachelor Studenten, ein Thema, und auch hier gilt an den Topunis eine „need-blind admissions policy“, das heißt die Bewerber werden ausschließlich nach ihren Leistungen und nicht nach dem Geldbeutel der Eltern ausgewählt. Oft erhalten mehr als die Hälfte der Studenten finanzielle Unterstützung durch die Universität.</p>
<p>Auf kurze Sicht ist jedoch viel wichtiger, die Hochschulen von der viel zu kurzen Leine des Hochschulrahmengesetzes zu lassen. Eigenverantwortung führt zu Profilbildung, Konkurrenz belebt das Geschäft. Die Möglichkeit, sich als Universität die Studenten selbst aussuchen zu können, ist eine der wichtigsten Säulen des amerikanischen Systems. Die Auswahl geht sogar soweit, dass die besten Universitäten in einen regelrechten Wettstreit um die besten Studenten treten. Insbesondere Doktorandenstellen werden durch satte Stipendien schmackhaft gemacht, Besuche auf dem Campus noch während der laufenden Bewerbung werden als „recruiting events“ inszeniert, und am Ende profitieren die Studenten, die sich aus einer Vielzahl von Angeboten das Beste heraussuchen dürfen.</p>
<p>Universitäten, an denen die Studenten im Mittelpunkt stehen, ernstgenommen, gefordert und gefördert werden und von Beginn an in die Forschung eingebunden sind, haben das Zeug zur Eliteschmiede – aber all das beginnt eben im Kopf und nicht in Sonntagsreden.</p>
<p>Post from: <a href="http://www.patrick-schultz.com">PATRICK SCHULTZ</a><br/><br/><a href="http://www.patrick-schultz.com/die-elite-universitat-im-kopf">Die Elite-Universität im Kopf</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.patrick-schultz.com/die-elite-universitat-im-kopf/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Firmengründung im Jahr 2008?</title>
		<link>http://www.patrick-schultz.com/firmengrundung-im-jahr-2008</link>
		<comments>http://www.patrick-schultz.com/firmengrundung-im-jahr-2008#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 18:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[German]]></category>
		<category><![CDATA[fellowship]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[life]]></category>
		<category><![CDATA[stipendium]]></category>
		<category><![CDATA[studienstiftung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.patrick-schultz.com/?p=87</guid>
		<description><![CDATA[Im Sommer 2002 interviewte mich Spiegel Online für eine Serie zum Thema Stipendien in Deutschland. Zum damaligen Zeitpunkt war der Plan, im Jahr 2008 unsere eigene Firma zu gründen -- wir hatten sogar eine <a href="http://www.mpgc.de">Homepage</a>. Aus der Firmengründung wurde dann doch (noch?) nichts, aber <a href="http://www.patrick-schultz.com/wp-content/uploads/2008/08/spiegel-online.pdf">der Artikel</a> ist eine nette Erinnerung an den Optimismus der frühen Jahre.<p>Post from: <a href="http://www.patrick-schultz.com">PATRICK SCHULTZ</a><br/><br/><a href="http://www.patrick-schultz.com/firmengrundung-im-jahr-2008">Firmengründung im Jahr 2008?</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_89" class="wp-caption alignright" style="width: 180px"><a href="http://www.patrick-schultz.com/wp-content/uploads/2008/08/spiegel-online.pdf"><img src="http://www.patrick-schultz.com/wp-content/uploads/2008/08/spiegel.png" alt="Click for PDF" title="Spiegel Online" width="170" height="214" class="size-full wp-image-89" /></a><p class="wp-caption-text">Click for PDF</p></div>
<p>Im Sommer 2002 interviewte mich Spiegel Online für eine Serie zum Thema Stipendien in Deutschland. Zum damaligen Zeitpunkt war der Plan, im Jahr 2008 unsere eigene Firma zu gründen &#8212; wir hatten sogar eine <a href="http://www.mpgc.de">Homepage</a>. Aus der Firmengründung wurde dann doch (noch?) nichts, aber <a href="http://www.patrick-schultz.com/wp-content/uploads/2008/08/spiegel-online.pdf">der Artikel</a> ist eine nette Erinnerung an den Optimismus der frühen Jahre&#8230;</p>
<p>Post from: <a href="http://www.patrick-schultz.com">PATRICK SCHULTZ</a><br/><br/><a href="http://www.patrick-schultz.com/firmengrundung-im-jahr-2008">Firmengründung im Jahr 2008?</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.patrick-schultz.com/firmengrundung-im-jahr-2008/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

